Google feiert 25 Jahre Google Images und stellt zwei Neuerungen vor: ein neues, dynamisches Start-Erlebnis für Google Images sowie die Möglichkeit, in AI Overviews direkt Bilder zu erzeugen. Begleitet wird dies von einem Rückblick auf zentrale Meilensteine der visuellen Suche.
Neues Zuhause für Google Images
Google führt ein durchsuchbares Start-Erlebnis für Google Images ein: eine dynamische, immersive Galerie mit Inhalten aus dem gesamten Web, die in Echtzeit aktualisiert und an persönliche Interessen angepasst wird. Gespeicherte Ideen erscheinen als Tabs oberhalb der Galerie, um schnell weiter zu stöbern. Der Rollout erfolgt in den kommenden Wochen zunächst auf dem Desktop in den USA und in englischer Sprache. Zum Testen ist die Anmeldung mit dem Google-Konto erforderlich.
Bilderzeugung direkt in der Suche
Wenn kein passendes Bild existiert, können Nutzer künftig in AI Overviews über eine Texteingabe neue Bilder generieren. Grundlage ist das neueste Nano Banana Modell, das aus einer einfachen Aufforderung hochwertige, individuelle Visuals erstellt. Der Rollout startet in den kommenden Wochen in englischer Sprache für alle Regionen, die bereits die Bildgenerierung im AI Mode unterstützen.
Wichtige Meilensteine der visuellen Suche
- 2001 – Google Images: Start der Bildersuche, um visuelle Inhalte aus dem Web direkt zugänglich zu machen.
- 2009 – Similar Images: Ähnliche Bilder ohne neue Suchanfrage finden, indem man ein passendes Bild auswählt.
- 2011 – Search by Image: Bilder als Suchbegriff nutzen, um Quellen zu finden oder visuell ähnliche Inhalte aufzuspüren.
- 2018 – Google Lens in Search: Objekte erkennen, Text übersetzen und Produkte in Echtzeit finden – per Smartphone-Kamera.
- 2022 – Multisearch in Lens: Text und Bild gleichzeitig kombinieren, um präzisere Suchanfragen zu stellen.
- 2024 – Circle to Search: Inhalte auf dem Android-Bildschirm per Geste markieren und direkt recherchieren.
- 2025 – Lens + AI Mode: Multimodale Szenenverarbeitung mit „visual image fan-out“ für kontextbezogene Antworten.
- 2025 – Search Live: Live-Kamerafeed mit Sprachdialog in AI Mode teilen – für kontextreiche Unterstützung.
- 2025 – Visuelle Ergebnisse in AI Mode: Natürliches Erkunden, Vorstellen und Shoppen per Konversation und Bildraster.
- 2026 – Circle to Search Multi-Object: Mehrere Objekte in einem Bild gleichzeitig erkennen und erkunden.
- 2026 – Intelligente Suchbox: Bilder direkt in der Suche hochladen (auch mehrere) und detaillierte Fragen an AI Mode stellen.
Fazit
Mit dem neuen Images-Startbereich und der integrierten Bilderzeugung in AI Overviews treibt Google die visuelle Suche weiter voran. Für mittelständische Unternehmen heißt das: Das Stöbern nach Inspiration und die bildgestützte Beantwortung von Fragen werden ausgebaut und leichter zugänglich. Visuelle Inhalte stehen damit noch häufiger am Anfang einer Recherche – sei es bei Produkten, Designs oder Anwendungsbeispielen. Unternehmen sollten ihre Bildwelt deshalb strukturiert und aktuell halten, um Nutzerbedürfnisse in unterschiedlichen Kontexten zu adressieren.
Der schrittweise Rollout (zunächst in den USA auf dem Desktop in Englisch; Bilderzeugung in AI Overviews in Englisch in unterstützten Regionen) macht es sinnvoll, Verfügbarkeit und Funktionsumfang kontinuierlich zu beobachten. Parallel gewinnt die interne Governance an Bedeutung: Wo Bilder generiert werden, braucht es klare Prozesse für Freigaben, Qualität und Kennzeichnung. Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung und des KI-Einsatzes empfiehlt es sich, Zuständigkeiten, Workflows und Schulungen frühzeitig zu definieren. So lassen sich Chancen der visuellen Suche nutzen – von inspirierenden Darstellungen bis hin zu präzisen Antworten – ohne operative Reibungsverluste. Wer seine Bildassets planvoll pflegt und Teams mit den neuen Suchfunktionen vertraut macht, ist gut aufgestellt, wenn die Funktionen breiter verfügbar werden.
Handlungsempfehlung
- Sobald verfügbar, die neue Google-Images-Startseite und die Bildgenerierung in AI Overviews mit englischen Anfragen testen und interne Erfahrungen dokumentieren.
- Bildinventar prüfen und aktualisieren: abwechslungsreiche, qualitativ hochwertige Motive in relevanten Nutzungskontexten bereitstellen.
- Klare interne Richtlinien für KI-generierte Bilder festlegen (Freigaben, Qualitätssicherung, Kennzeichnung) und Verantwortlichkeiten definieren.
- Teams zu Lens, Circle to Search, AI Mode und Bild-Uploads schulen, damit Workflows für visuelle Recherche reibungslos funktionieren.
- Kontinuierlich Verfügbarkeit und Änderungen der Funktionen beobachten und Roadmaps entsprechend anpassen.
Beitragsbild: Rodion Kutsaiev / Unsplash