Google Vids erweitert um Gemini Omni und persönliche Avatare

Warum wichtig
„Geringerer Produktionsaufwand für Videoformate in Marketing, HR und Vertrieb. Transparente Kennzeichnung per SynthID erleichtert den verantwortungsvollen Einsatz von KI.“
woman using macbook pro on table

Google führt zwei Neuerungen in Vids ein: Gemini Omni für die KI-gestützte Videoerstellung und -bearbeitung sowie persönliche Avatare. Damit lassen sich hochwertige Clips per Texteingabe und Bildreferenzen erstellen und in einfachen Schritten über Chatbefehle anpassen. Zudem können Nutzende ohne Kameraeinsatz mit einem eigenen Avatar auftreten.

Was ist neu bei Google Vids

Gemini Omni übernimmt zentrale Arbeitsschritte der Videoproduktion direkt in Google Vids. Persönliche Avatare ermöglichen es, Botschaften im eigenen Aussehen und mit eigener Stimme auszugeben – ohne separates Recording-Setup. Alle KI-generierten Clips werden mit einem unsichtbaren SynthID-Wasserzeichen gekennzeichnet.

Gemini Omni: Videos per Text und Bildreferenzen

Mit Gemini Omni erzeugen und verfeinern Sie Videos, indem Sie natürlichsprachige Prompts verwenden und bei Bedarf Bildreferenzen wie Fotos oder Skizzen hinzufügen. Die Bearbeitung erfolgt Schritt für Schritt im Chat: Hintergründe tauschen, Beleuchtung korrigieren oder Effekte ergänzen – auch bei bereits aufgenommenem Material.

Persönliche Avatare: Ohne Kamera vor der Linse

Für persönliche Avatare laden Sie ein Selfie und eine kurze Stimmprobe hoch. Anschließend tippen Sie den gewünschten Text, den Ihr Avatar spricht. Hinweise: Der Zugang ist derzeit auf bestimmte Regionen und volljährige Nutzerinnen und Nutzer (18+) beschränkt. Avatare sind an das jeweilige Google-Konto gebunden und auf das Abbild der Kontoinhaberin bzw. des -inhabers limitiert.

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Verfügbarkeit und Rahmenbedingungen

Gemini Omni und persönliche Avatare sind in Google Vids für Google AI Pro- und Ultra-Abos sowie für Google Workspace Business-Kunden verfügbar. Bereits im Februar wurde Veo 3.1 in Vids ausgerollt, um die Videoerzeugung generell zu erleichtern. Der Zugang zu persönlichen Avataren unterliegt regionalen Verfügbarkeiten und Altersvorgaben.

Transparenz: SynthID-Wasserzeichen

Zur Nachvollziehbarkeit wird jedes generierte Video mit einem unsichtbaren SynthID-Wasserzeichen versehen. So können Betrachterinnen und Betrachter prüfen, ob Inhalte mit KI erstellt wurden.

Fazit

Mit Gemini Omni und persönlichen Avataren senkt Google Vids die Einstiegshürde für Videocontent deutlich. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: weniger Abhängigkeit von spezialisierten Produktionsteams und schnellere Durchlaufzeiten vom Skript bis zum fertigen Clip. Die schrittweise Bearbeitung per Chat spart Iterationsaufwand und erleichtert Korrekturen an bestehenden Aufnahmen, etwa wenn kurzfristig Hintergründe angepasst oder die Beleuchtung optimiert werden muss. Persönliche Avatare eröffnen neue Einsatzfälle, beispielsweise für interne Updates, Schulungsinhalte oder personalisierte Botschaften, ohne dass Kamera, Studio oder erneute Sprachaufnahmen nötig sind. Gleichzeitig sorgt das SynthID-Wasserzeichen für mehr Transparenz bei KI-Inhalten, was in Kommunikation und Marketing zunehmend erwartet wird. Unternehmen sollten die regionalen und altersbezogenen Zugangsvoraussetzungen sowie die Kontobindung der Avatare beachten. Vor dem Rollout empfiehlt sich die Festlegung klarer Richtlinien zu Kennzeichnung, Nutzungsrechten und interner Governance. Im Kontext der weiteren Digitalisierung – insbesondere des KI-getriebenen Content-Creations – positioniert sich Vids damit als Werkzeug für pragmatische, schnelle Video-Workflows mit eingebauter Transparenz.

Handlungsempfehlung

  • Starten Sie einen Pilot mit ausgewählten Teams (Marketing, HR, Vertrieb) und testen Sie Gemini Omni für Drafts sowie Korrekturen bestehender Clips.
  • Definieren Sie konkrete Use Cases (Onboarding, Produkt-Updates, Schulungen) und messen Sie Zeit- und Kosteneffekte gegenüber bisherigen Workflows.
  • Erstellen Sie Richtlinien zur Kennzeichnung von KI-Videos und dokumentieren Sie den Einsatz des SynthID-Wasserzeichens in Ihren Kanälen.
  • Klärung von Bild- und Stimmnutzungsrechten: Holen Sie interne Einwilligungen für Avatare ein und regeln Sie Verwaltung sowie Löschung.
  • Prüfen Sie Verfügbarkeit, Altersvorgaben und Kontobindung, und steuern Sie den Zugriff über Ihre Workspace- und Abo-Verwaltung.

Beitragsbild: Content Pixie / Unsplash

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Dirk Lickschat – Herausgeber von MarketingTicker
Dirk Lickschat

Herausgeber von MarketingTicker. Berät seit über 20 Jahren Unternehmen in Google Ads, LinkedIn, KI und WordPress – jede Einschätzung im Ticker stammt aus dieser Praxis. Mehr zur Redaktion →

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